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Diskussion am 28.07. im GZH, Graf-Soden-Zimmer
| FrankHeiLab

Schon vor den aktuellen Entwicklungen (Putsch) hielten wir es für wichtig, die Diskussion über den Kurs der Türkei hier vor Ort zu führen. Angesichts eines großen Anteils türkischstämmiger, bzw. türkischer Mitbürger ist es uns wichtig trotz der Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei vor Ort bei uns in Friedrichshafen für einen differenzierten Dialog zu sorgen. Deshalb haben wir Dr. Felix Schmidt, den Repräsentanten der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Türkei für eine Veranstaltung zu uns eingeladen.

Hier der originale Einladungstext:

 

Wohin steuert die Türkei?

Woher kommt die Türkei? – Wo steht sie gerade? – Wie kann es weiter gehen?

Istanbul vor zehn Jahren entwickelte sich, als Gewinnerin des Falls des eisernen Vorhangs, rasant zum zentralen wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Großregion, die Türkei zum Brückenkopf zwischen Abend- und Morgenland. Die Türen hin zu Europa öffneten sich, das Militär verlor zunehmend an Macht, mit seinen Nachbarstaaten gab es ein bekömmliches Miteinander, eine Versöhnung zwischen säkularer Elite und muslimischer Tradition zeichnete sich ab, ein ernstzunehmender Friedensprozess mit der kurdischen Bevölkerung wurde eingeläutet.

Heute ist sie wieder zerrissen zwischen Moderne und Tradition, die Entfremdung von Europa ist unübersehbar, Konfliktlinien mit Russland, Syrien, Israel prägen die Außenpolitik, die Friedensprozessbemühungen mit der kurdischen Bevölkerung wurde durch die harte Hand des Staates ersetzt, drei Millionen syrische Flüchtlinge stellen ein fast unlösbares innenpolitisches Problem dar, Meinungsfreiheiten werden eingeschränkt, die Entwicklung zu einer zunehmenden autoritären Staatsherrschaft ist auf vielen Ebenen sichtbar.

Was sind die Hintergründe dieser Entwicklung und in welche Zukunft steuert die Türkei?

Die SPD Friedrichshafen lädt ein, diesen Fragen gemeinsam im Dialog mit Dr. Felix Schmidt, seit 2014 Repräsentant der der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Türkei und fundierter Kenner des Landes, nachzugehen.

28.07.2016, 18 Uhr, Graf-Zeppelin-Haus, Graf-Soden-Zimmer.