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SPD hat nach Kinderwünschen für den Doppelhaushalt 2016/17 gefragt
| Christine Heimpel

Nachdem die Stadt aktuell über die Internet-Plattform „Sag’s doch“ Wünsche und Erwartungen ihrer Bürger für den kommenden Doppelhaushalt 2016/17 abfragt, wollten Vertreter der SPD Fraktion, des SPD Ortsvereins und der Jusos am vergangenen Samstag ebendieses auch von den jüngsten Bürgern wissen. Auf drei Spielplätzen im Stadtgebiet hörten die Genossen genau zu, welche Wünsche Häfler Kinder an ihre Stadt haben und haben die Ergebnisse in die Onlineplattform eingegeben.
Die erste Station war der Mehrgenerationenplatz in der Kitzenwiese. Punkt 13 Uhr, bei bewölktem Himmel und nicht gerade einladenden Temperaturen, fanden der Ortsvereinsvorsitzende Roland Kaczmarek, die Gemeinderätin Christine Heimpel, Moritz Vorast von den Jusos und der Fraktionsvorsitzende Dieter Stauber erstmal viel Platz aber keine Kinder. Kurze Zeit später kamen sie doch noch, drei 12jährige Jungs aus der direkten Nachbarschaft mit einem Fußball unter dem Arm. Doch, der Platz an sich sei schon ganz in Ordnung befanden sie, nachdem sie zunächst auf die Frage „Wofür soll die Stadt Eurer Meinung nach in den nächsten zwei Jahren unbedingt Geld ausgeben?“ mit einem breiten Grinsen „Für jeden täglich gratis Eis!“ geantwortet hatten. Nur die Fußballtore könnten verbessert werden. Die „Ketten-Netze“ wären grundsätzlich okay, aber die Durchlässe wären zu groß, so dass die Bälle nicht im Tor blieben, sondern jedes Mal durchs „Netz“ flögen. Außerdem wären Netze, die senkrecht nach unten hingen deutlich besser: „Die können wir dann nämlich von beiden Seiten bespielen!“ Aber nicht nur alles rund ums Fußballspielen wurde thematisiert, auch zur Busanbindung und für die Schulhofgestaltung hatten die Drei Ideen. Eines lag ihnen noch ganz besonders am Herzen: „Wir hätten gern einen Kinder- und Jugendtreff in der Kitzenwiese, wo wir auch mal Pizza kriegen und uns einfach treffen können!“
Um 14 Uhr zogen die Genossen dann weiter auf den Spielplatz am Hinteren Hafen, mittlerweile kam auch die Sonne mehr und mehr hinter den Wolken vor und hatte auch schon mehre Eltern mit ihren Kindern auf den Platz gelockt. Eine Mutter mit einem anderthalbjährigen Sohn war voll des Lobes: „Die Spielplätze hier sind super in Schuss, gepflegt, aufgeräumt und alles ist heile.“ Wünsche hatte sie dann aber doch noch: „Ein Streichelzoo in Friedrichshafen wäre schön – wir fahren jetzt immer bis nach Neukirch, das ist nicht der nächste Weg und immer mit einer Autofahrt verbunden.“ Der 7jährige Leyan findet die herkömmlichen Spielplätze mit den Standard-Klettergerüsten gar nicht so toll. „Ich wünsche mir Material zum Werken, Holz und Steine, weißt Du, wo ich so richtig was bauen kann oder auch Obstbäume, zum Ernten!“ beim Erzählen leuchten seine Augen und er kommt so richtig in Fahrt. Als Kind findet er die Stadt im Sommer eigentlich ganz toll, vor allem die vielen Brunnen und das Bodenseeufer sind wunderbare Spielplätze berichtet er. Nur im Winter wird es dann langweilig und es gibt keine Anreize um nach draußen zu gehen. Seine Idee dazu: „Eine Eisbahn den ganzen Winter lang!“

Gemeinderätin Christine Heimpel im Gespräch mit Jugendlichen
Gemeinderätin Christine Heimpel im Gespräch mit Jugendlichen

Der Spielplatz am Lammgarten war dann die letzte Station. Hier halten sich regelmäßig viele Tagesgäste und Touristen auf, so auch am Samstag. Alle finden den Platz am See wunderschön, lobten den gepflegten Platz, eine Familie berichtete gar, dass sie regelmäßig alle 14 Tage extra mit den Kindern auf den Spielplatz am See komme. Zwei jugendliche Mädchen aus Friedrichshafen antworteten auf die Frage nach ihren Wünschen an die Stadt: „Ein ‚Lago‘ für FN – das wär’s!“ Aber auch bei den zu vollen Bussen während des Schulbetriebs sehen sie deutlichen Verbesserungsbedarf, sowie bei quartiersnahen Kinder- und Jugendtreffs. „Die Molke ist toll und hat ein gutes Programm, aber für viele von uns ist sie einfach zu weit weg.
Mittlerweile wurden alle gesammelten Anregungen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen von der SPD online gestellt. Ideen kann man dort noch bis zum 20.09. einbringen, danach läuft das Abstimmungsverfahren bis zum 04.10.15.