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Gesamtkonzeption für Menschen in Not
| Christine Heimpel

Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit  können letztlich jeden und jede treffen. Ein Leben das durch Arbeitslosigkeit, Trennung, häusliche Gewalt, Alkohol oder Drogen aus der Bahn gerät, die Miete, die nicht mehr bezahlt werden kann oder die Notwendigkeit eines ungeplanten Auszuges aus der gemeinsamen Wohnung – es braucht nicht viel und wenn dann noch einiges zusammenkommt, verselbständigt sich der Prozess und ist – zumindest ohne Hilfe von außen – auch kaum mehr aufzuhalten. 

In Friedrichshafen gibt es einige kommunale und kirchliche Anlauf- und Beratungsstellen, bei denen Hilfesuchende Unterstützung erhalten. Unter die sprichwörtlichen Brücke muss keiner ziehen – allerdings sind die Alternativen in Friedrichshafen derzeit nur bedingt als befriedigend einzustufen. Die Stadt hat in einem ersten Schritt viel Geld in die Hand genommen und sich 2016 mit zwei Trägern auf den Weg gemacht, das Männerwohnheim in der Keplerstraße konzeptionell umzustrukturieren. Erste Maßnahmen dabei waren die Aufstockung der Personalstellen von 1 auf 3,5. Das Konzept sieht die Umwandlung des Wohnheims mit jetzt 50 Plätzen zur Clearingstelle vor, in der jeder Einzelfall bewertet und individuell beraten werden soll, so dass niemand länger als allenfalls ein halbes Jahr im Haus verbleibt. Die schnelle Re-integration in Arbeit und Wohnen – wann immer möglich – ist das oberste Ziel.

Soweit der erste Schritt, dem aber zwingend – so meine Meinung – weitere folgen müssen. Damit nichts vergessen wird und wir insgesamt einen Überblick über den aktuellen Sachstand bekommen um dann überlegen zu können, wie wir unter anderem auch in den Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2017 /2018 weiterverfahren, habe ich den folgenden Fragenkatalog an die Verwaltung gestellt.

Christine Heimpel, Mitglied im Kultur- und Sozialausschuss

 

Fragenkatalog Wohnungslosenunterkünfte FN