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| Luca Baumann

Die Schwäbische Zeitung berichtet am 01.08.2018 über die Ortsvereinssitzung der SPD Kluftern und deren berechtigter Kritik an der Bodenseegürtelbahn.

Schwäbische Zeitung, 01.08.2018 

Bodenseegürtelbahn: SPD Kluftern übt heftige Kritik

Bodenseegürtelbahn: SPD Kluftern übt heftige Kritik (Foto: H. Schönherr)

Die Klufterner Sozialdemokraten haben laut Pressemitteilung in ihrer Sitzung vor der Sommerpause unter Leitung von Bernd Caesar wichtige Verkehrsthemen für die Region und Kluftern aufgegriffen.

Die Planungen für die B 31-neu bei Hagnau liegen nach Ansicht der SPD im Zeitplan. Mit einer Auswahl von möglichen Trassen rechnet sie in diesem Herbst. Dann wollen sich die Mitglieder, wenn nötig, stärker in die Diskussion zur Auswahl der Trassen einmischen.

Heftige Kritik erntete die Verschiebung wichtiger Entscheidungen für den Ausbau der Bodenseegürtelbahn im Kreistag. Die Klufterner SPD fordert von Kreis und Land, mit Hochdruck die dringend notwendige Elektrifizierung und weitere Verbesserung der Bahnlinie voranzutreiben. Wenn die Region auf dieser Strecke von Basel und Zürich sowie Ulm und München abgehängt werde, liege die Verantwortung dafür auch beim Kreistag, schreiben die Sozialdemokraten in ihrer Mitteilung weiter.

Busverbindungen optimierbar

Die Busverbindungen im Halbstundentakt von Kluftern nach Markdorf wären nach Ansicht der SPD „exzellent“, würden die Busse hinauffahren bis zur Markdorfer Innenstadt. Zudem fehle noch eine schnelle Verbindung von Markdorf über die Müllstraße zu den Arbeitsplätzen in Friedrichshafen. Beide Forderungen beruhen auf den Beschlüssen aus der Verkehrsmediation Kluftern, zu denen sich der Gemeinderat Friedrichshafen und der Kreistag bekannt haben. Hier seien erste Ergebnisse nach der Sommerpause vom Stadtverkehr Friedrichshafen zu erwarten, erklärte Caesar.

Joachim Reuter, selbst intensiver Nutzer eines E-Bikes (Pedelecs), sah einen wachsenden Bedarf an Radwegen, die dem stetig zunehmenden Radverkehr gerecht werden. Der Wirrwarr, so Reuter, an Zuständigkeiten für deren Bau, mal sei es eine Gemeinde, mal der Kreis, mal das Land oder der Bund, behindere einen zügigen Ausbau des Radwegenetzes. Hier brauche es einen Koordinator in der Kreisverwaltung, der die Akteure an einen Tisch bringe. Kluftern als Ortschaft am Rande der Stadt Friedrichshafen brauche aber auch entsprechendes Engagement in der Stadtverwaltung mit einem Blick über die Grenzen hinaus, findet Reuter.

Stadtrat Wolfgang Sigg berichtete von großen Fortschritten beim Ausbau der Kindergärten, auch der Waldkindergarten sei eine echte Bereicherung für Kluftern. Die Angebote seien vorbildlich, der wachsende Bedarf an Betreuungsplätzen kann so gedeckt werden. Er begrüßte zudem die Neuordnung der Zuständigkeiten in der städtischen Verwaltung, die Reibungsverluste beseitigt und Abläufe verbessert.

Die Frage, warum die Planungen für das neue Baugebiet Lachenäcker so langsam vorangehen, beantwortete Ortschaftsrat Caesar mit Verweis auf die Zeit, die gebraucht wurde, um eine Lösung für die Beseitigung des Regenwassers zu finden, aber auch, um mit den Grundstückseignern akzeptable Ergebnisse zu erzielen. Begrünte Flachdächer würden nicht nur die notwendigen Retentionsflächen schaffen, sondern auch in Zeiten heißer werdender Sommer für angenehme Kühlung im Neubaugebiet sorgen. Die neuesten Entwicklungen sollten es laut Caesar ermöglichen, die lange geplante Querungshilfe in der Ortsdurchfahrt an der Einmündung der Bahnhofstraße attraktiv zu gestalten, eine Wegesicherung, die auch für die zukünftigen Bewohner der „Zieglerschen Einrichtung“ benötigt werde. Als großen Gewinn für die Sozialarbeit in Kluftern bezeichnete Gretel Schwaderer die gute Zusammenarbeit der „Zieglerschen“ mit Büro in der Ortsmitte und der Stiftung Liebenau in den „Lebensräumen für Jung und Alt“.